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Enschlako Paadaabumm

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Montag, 16. März 2015, 10:58

SSD - Tod durch 2,4 PByte

Zitat

Der SSD-Langzeittest von Tech Report ist zu Ende: In über 18 Monaten mit kontinuierlichen Schreibvorgängen erreichten alle Laufwerke weit höhere Werte, als die Hersteller garantieren. Einige gaben früh auf, Samsungs 840 Pro hielt am längsten durch.

Anderthalb Jahre nach seinem Start wurde der SSD-Langzeittest von Tech Report beendet. Die US-Kollegen hatten 18 Monate lang sechs SSDs von unterschiedlichen Herstellern kontinuierlich mit Daten beschrieben, um herauszufinden, wie viel TByte die Laufwerke schaffen, bevor das Wear Levelling nicht mehr ausreicht und die SSDs den Dienst quittieren.

Das Resultat: Alle Laufwerke verkraften sehr viel mehr Schreibvorgänge, als die Hersteller garantieren; schon diese Werte sind so hoch, dass sie in einem Multimedia- oder Spiele-PC in drei oder vier Jahren unmöglich erreicht werden. Selbst die erste ausgefallene SSD, Intels 335 mit 240 GByte, schaffte rund 700 TByte - der Hersteller garantiert 32 TByte.
Die SSD 335 ging aber nicht einfach ins digitale Nirwana hinüber, sondern gab Smart-Fehler aus. Der über Intels SSD Toolbox einsehbare Media Wearout Indicator hatte zudem von 100 auf 0 heruntergezählt; dann schaltete die Firmware den Speicher ab. Die Daten der SSD 335 sind somit nicht verloren.

Als zweites Laufwerk gab Kingstons HyperX 3K mit 240 GByte auf - wie alle anderen SSDs wurde sie mit nicht komprimierbaren Daten beschrieben: Nach 600 TByte traten erste Umverteilungsprozesse auf, die SSD wollte beispielsweise gelegentlich nicht mehr booten.

Bei 728 TByte war dann Schluss und die HyperX 3K verweigerte weitere Schreibvorgänge, war aber noch auslesbar. Ein zweites Modell der Kingston-SSD wurde aufgrund des Sandforce-Controllers mit komprimierbaren Daten beschrieben, stolperte erst bei rund einem PByte und überlebte rund 2,1 PByte - die Daten aber sind weg.



Samsung mit den besten und schlechtesten Werten

Samsungs 250-GByte-Version der SSD 840 ohne Evo- oder Pro-Suffix zeigte interessante Werte: Nach 100 TByte begann das Laufwerk, erste Daten in den Over Provisioning genannten Bereich zu schreiben. Dort bringt der SSD-Controller Informationen unter, wenn die regulären Flash-Zellen ausfallen.

Die SSD 840 ist das einzige Laufwerk mit Triple-Level-Cells, wie erwartet zeigte es als erstes Fehlermeldungen. Dieses Verhalten behielt die SSD bei, bevor sie kurz nach 900 geschriebenen TByte kommentarlos verstarb. Warum das geschah, versucht Samsung anhand der defekten SSD zu klären.

Am besten schnitt Samsungs 840 Pro mit MLCs ab: Pro Zelle werden zwei Bits geschrieben und keine drei. Das verlängert theoretisch die Lebensdauer - und praktisch auch, wie der Langzeittest zeigt. Ab etwa 600 TByte begann die SSD 840 Pro Daten in das Over Provisioning zu schreiben, insgesamt überlebte das Laufwerk satte 2,4 PByte. Die mit 256 GByte ausgestattete SSD hatte zu diesem Zeitpunkt nur 10,7 GByte an Daten umverteilen müssen. Das äußerte sich unter anderem in einer ständig schwankenden Schreibrate.

Geht im Alltag eine SSD kaputt, liegt das übrigens nur höchst selten am Flash - sondern am Controller.


http://www.golem.de/news/ssd-langzeittest-diagnose-nach-18-monaten-tod-durch-2-4-petabyte-1503-112950.html


Jetzt habe ich ja richtig Lust meine SSD zu quälen.
Aufjedenfall ein sehr interessanter Artikel und ein überraschendes Resultat oder irre ich mich?
Was sagt ihr Festplatten-Cracks dazu?

- Das tangiert mich peripher! -

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